Flugsicherungstechnik

Die Flugsicherungstechnik am Flugplatz umfasst alle Komponenten des Landesystems.

Das auch in Rothenburg genutzte Komplexe Landesystem SP1 umfasst die Elemente:

  • Landesystem OSP (Grundsystem) u.a. mit der Befeuerung, Funkpeiler und Funkmarkierungsstellen.
  • Das RSP mit dem Funkmess-Landesystem und der Funkmessgruppe
  • Das PRMG mit der Instrumentenlandegruppe
  • Das Navigationssystem RSBN

Im Museum sind mehrere Elemente des Landesystems als Exponate vorhanden:

  • Elemente der Befeuerungsanlage
  • Kodeleuchtfeuer KNS-4U
  • Wolkenhöhen-Messanlage IWO-1
  • Glühlampe PSch-19 (ПЖ-19) 10 kW für den Landescheinwerfer APM90M
  • eine Radarantenne des Dispatcherfunkmessgerät DRL der Funkmesslandeanlage RSP-7

Flugsicherungstechnik – Befeuerung

Zur Grundausstattung eines jeden Flugplatzes gehören die Befeuerung der Start- und Landebahn (SLB – Runway) sowie der Rollwege.

Die Leuchten sichern sowohl das Rollen der Flugzeuge bei Dunkelheit und schlechter Sicht, haben aber vor allem eine wichtige Funktion zur Unterstützung des Anfluges und der Landung von Luftfahrzeugen.

Die ausgestellten Leuchten stammen alle von der tschechischen Firma TESLA.

Allrichtungsfeuer der Lichtlandeanlage MLOK 2

Scheinwerfer der Lichtlandeanlage
MLOK 2

Feuer der Hubschrauberlande-anlage Swetlutschka 2

Unterflurfeuer – wird in der SLB eingelassen und kann überrollt werden

Scheinwerfer, Hochleistungsstrahler

Kodeleuchtfeuer KNS-4U

Das Kodeleuchtfeuer KNS-4U wurde zur optischen Markierung der Nahmarkierungspunkte (1000-m-Punkt) eines Flugplatzes eingesetzt.

Es gab rote Lichtsignale im Morsealphabet ab.

In Rothenburg waren dies in Hauptlanderichtung (36) die Buchstaben

„OR“ (lang-lang-lang kurz-lang-kurz),

in Nebenlanderichtung (18) die Buchstaben „RO“

Das hier ausgestellte Exemplar gehöhrte zur Befeuerung des Platzes Rothenburg und ist ein Geschenk des heutigen Verkehrslandeplatzes zum 15. Geburtstag des Museums.

Funkmesslandeanlage RSP-7

Hauptbestandteile:

  • Dispatcherfunkmessgerät DRL
  • Präzisionslandefunkmessgerät PRL
  • Funkpeiler ARP
  • Funkstellen für den Flugfunkverkehr 2 x R-802
  • Frequenzumformer WPL-30 für den Betrieb am 50-Hz-Stromnetz
  • Benzin-Elektroaggregate

Arbeitsweise der DRL

  • technisches Grundprinzip einer Radarstation (Rundblickfunkmessstation) mit Impulsverfahren
  • tastet im Rundsichtbetrieb den Luftraum in der Umgebung des Flugplatzes ab
  • liefert Schrägentfernung und Azimut aller Flugzeuge im Wirkbereich
  • im Zusammenspiel mit Funkpeiler -> Identifizierung einzelner Luftfahrzeuge während des Sprechfunkverkehrs
  • Betriebsarten: passiv, SBZ (Selektion beweglicher Ziele), aktiv (nur nutzbar, wenn Luftfahrzeuge mit Geber für die aktive Antwort – Transponder – ausgerüstet sind)
  • Arbeit ist möglich von der Station, von abgesetzten Sichtgeräten (WIS für DRL, WIP für PRL) oder vom Sichtgerätekomplex WISP-75

Präzisionslandefunkmessgerät PRL

  • mit Kursweg- und Gleitwegantennen zur Sektorbeobachtung in Landerichtung bis 20 km

Sichtgerät in der Flugleitung