Das Jagdflugzeug (Jagdbomber) Mikojan / Gurewitsch MiG-17 F

Natocode FRESCO C

Im Jahr 1951 entstand die MiG-17 als eine Weiterentwicklung der MiG-15bis. Dazu wurde die Tragflächenpfeilung auf 45° vergrößert und die Anzahl der Grenzschichtzäune erhöhte sich auf 3 Stück pro Fläche. Durch Anbau einer Nachbrennkammer an das Triebwerk WK-1 entstand die Version MiG-17F. 1952 begann in der Sowjetunion die Serienproduktion. Ab 1956 übernahm das polnische Flugzeugwerk WSK in Mielec unter der Bezeichnung Lim-5 die Lizenzfertigung.

Die DDR beschaffte ab 1957 insgesamt 174 Flugzeuge MiG-17F aus polnischer und sowjetischer Produktion.

Die MiG-17F verfügt über sehr gute Flugeigenschaften. Sie ist robust und zuverlässig. 1963 begann in Polen ein Umbauprogramm zum leichten Jagdbomber unter der Typenbezeichnung Lim-6 und später Lim-6bis. Dazu wurden 2 Waffenpylone unter die Tragflächen und eine Bremsschirmanlage an das Heck gebaut. Ab 1973 fand in der Flugzeugwerft Dresden ein ähnliches Umbauprogramm für 40 MiG-17F der NVA statt.

Spannweite9,63 m
Länge11,26 m
Höhe3,80 m
Flügelfläche22,60 qm
Leermasse3920 kg
Max. Startmasse6075 kg
TriebwerkWK-1 F
Schub26,47 kN ohne
32,12 kN mit NB
Höchstgeschwindigkeit in 3000 m Höhe
in Seehöhe
1154 km/h
1080 km/h
Marschgeschwindigkeit950 km/h
Dienstgipfelhöhe16600 m
Überführungsreichweite
Aktionsradius
1980 km
700 km
Startstrecke350 - 590 m
Landestrecke820 - 900 m

Die MiG-17 F Takt.-Nr. 300 (Zelle-Nr.: 1C06-30)

Bewaffnung:

  • 1* Kanone N -37D mit 40 Granaten
  • 2* Kanone NR-23 mit je 80 Granaten
  • 2* Bomben 250 kg
  • 2* MARS2 Behälter mit je 16 Raketen S-5
    (nur als Jagdbomber)

Das Flugzeug wurde 1957 im Flugzeugwerk WSK Mielec/ Polen hergestellt und stand in verschiedenen Jagdgeschwadern der NVA im Einsatz. 1973 wurde es in der Flugzeugwerft Dresden zum Jagdbomber umgebaut. Anschließend flog es im Jagdbombengeschwader 31 in Drewitz. Alle 40 MiG-17F Jagdbomber wurde 1985 ausgesondert. Die “300” fand ihren Platz im Außenbereich des Armeemuseum Dresden. Im Rahmen einer Umstrukturierung bestand an dem Objekt kein Bedarf mehr, so dass sie 2007 an unser Luftfahrttechnisches Museum übergeben wurde.